Anderer Gegner, gleiche Probleme
Der TuS macht’s wie letzte Woche: In Überzahl die Zügel locker lassen und am Ende die Quittung kassieren. Diesmal profitierte die SG Mühlbach/Neunkirchen und entführte mit dem späten Ausgleich zum 2:2 (1:0) noch einen Punkt.
Die Konterstärke der SG war hinlänglich bekannt, also überließ Glan-Münchweiler den Ball den Gästen, die in der Anfangsphase durch zwei schnelle Angriffe zu Abschlüssen kamen und danach offensiv praktisch abgemeldet waren. Der TuS ging durch die erste eigene Chance früh in Führung, als Raab sich bei einem zweiten Ball gedankenschnell durchsetzte und aus 16 Metern zum 1:0 traf. Danach hätte der Unparteiische die erste Halbzeit eigentlich abpfeifen können, denn außer Standfußball und zahllosen individuellen Fehlern war nicht mehr viel geboten.
Für eine neue Dynamik sorgte ein Platzverweis kurz nach dem Seitenwechsel. In einer Partie bis dahin praktisch ohne Foulspiele schaffte es der 6er der Gäste doch irgendwie, zweimal klar zu spät zu kommen, woraufhin die SG in Unterzahl einen Gang hoch- und der TuS mit der Führung im Rücken einen Gang herunterschaltete. Folgerichtig gewann Mühlbach Raum und Spielanteile, was schließlich in der 71. Minute im 1:1 mündete, einem von Max Müller satt getroffenen Dropkick in den rechten Winkel. Durch den Treffer wachgerüttelt gaben die Rot-Weißen wieder mehr Gas und spielten dreimal Wigand vor dem Tor frei, der in der 77. Minute eine der Chancen zum 2:1 nutzte. Dass die Gäste trotz des Rückschlags weiter im Spiel blieben, lag vor allem auch am blitzschnellen Offensivmann Modhe, der unzählige Sprint-Kilometer in den Rasen brannte und in der 90. Minute einen Handelfmeter erzwang. Routinier Schröck ließ sich das späte Geschenk nicht nehmen und besorgte vom Punkt den 2:2 Endstand.



